Vergangene Veranstaltungen

19. Plattform Jahrestagung in Hinterbrühl bei Wien

Human Factors in Arbeitsprozesse integrieren
8. - 10. Juni, Hinterbrühl bei Wien.

Integration von Human Factors in Organisationen und Arbeitssysteme
Human Factors beschäftigt sich mit Menschen in ihren Arbeits- und Lebensbedingungen. Die „menschliche Faktoren“ in der Arbeitswelt geraten aber meist erst ins Blickfeld, wenn es um die Analyse der Ursachen von Unfällen und Fehlern geht. Bei der Planung und Gestaltung von Arbeitsprozessen und -systemen stehen oft fachlich-technische Aspekte im Vordergrund. Eine frühe Einbeziehung von Human-Factors-Expertise kann dabei helfen Fehler zu verhindern und sicheres Handeln zu erleichtern. Arbeitsprozesse und -plätze müssen dafür an menschliche Eigenschaften und Bedürfnisse angepasst werden. Auch wenn Nachweise noch selten sind, sollten durch reibungslosere Abläufe und reduzierte Fehlerraten auch Kosten gespart werden können. Wir wollen bei dem Jahresworkshop gelungene Beispiele sowie Anforderungen aber Hindernisse der Integration von Human Factors diskutieren.

Die dunkle Seite der Human Factors in den Blick nehmen Wer Menschen mit ihren Eigenschaften und Bedürfnissen in Organisationen und deren Prozessen mit bedenken möchte, sollte einbeziehen, dass sich nicht alle menschlichen Eigenschaften und Bedürfnisse an der Organisation und deren Zielen ausrichten. Menschen stellen nicht unbedingt den Arbeitsprozess an erste Stelle sondern verhalten sich manchmal auch eigennützig, wollen anderen schaden oder verringern aktiv Sicherheit für sich und andere Personen. Diese „dunkle Seite“ der Human Factors mit einbeziehen, heißt die Schnittstelle safety - security innerhalb von Organisationen und Arbeitssystemen zu betrachten.
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Simulatorworkshopreihe

Den Einfluss der menschlichen Faktoren, die Human Factors, auf Arbeitsprozesse zu berücksichtigen, gehört in vielen Branchen bereits zum Alltag. Nicht nur das auf die unmittelbaren Arbeitsprozesse bezogene Training, sondern auch Wissen um und der Umgang mit eigene Grenzen, Wahrnehmungsmöglichkeiten und Verhaltensmuster ist in vielen Berufsumfeldern wichtig zur Herstellung eines sicheren Arbeitsumfeldes. Dabei
werden Methoden und Trainings angewendet, um Arbeitsprozesse und Formen der Organisationskultur zu erlernen und zu optimieren. Nicht nur bei den Inhalten, sondern auch bei der Form der Durchführung dieser Trainings unterscheiden sich Luftfahrt, Medizin,

Industrie oder Einsatzorganisationen oft beträchtlich. Gesetzliche Grundlagen vor allem in der Luftfahrt führten in dieser Branche zu guten Standards im Human Factors Training. Die Plattform „Menschen in komplexen Arbeitswelten“ e.V. führt Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und bildet so ein Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung bei der Verwirklichung von Projekten, die der Verbesserung menschlichen Handelns zur Erhöhung der Sicherheit, aber auch der Effizienz von Arbeitsprozessen, dienen.

Die Workshopreihe zum Thema „Simulatoren“ soll Vertretern (Wissenschaftlern, Ausbildern, Beratern und Verantwortlichen in Unternehmen und Organisationen) aller Berufsbranchen (in der Luftfahrt, Schifffahrt, Medizin, Militär, Polizei, Industrie), die sich mit simulatorgestützen Training und Ausbildung befassen, bzw. die Simulationszentren betreiben, die Gelegenheit bieten, sich zu Chancen und Risiken, Nutzen und Problemen von Simulatoren auszutauschen und evtl. selbst weitere Human Factors Trainingserfahrungen auf Simulatoren zu sammeln. Diese Erfahrungen werden durch sachkundige Experten und Diskussionen vertieft.

Zweck:
Simulationszentren schießen aus dem Boden. Die Plattform möchte einen interdisziplinären,
branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch über den Einfluss, Nutzen und Potenzial von
Simulatoren auf Human Factors anregen und sucht interessierte Simulationsbetreiber.

Zeitplan / Programm:
1. Termin: Kraftwerksimulator Essen, 11.4.2014 Anmeldung
2. Termin: Uniklinikum Dresden, 14.10.2014 Infoflyer [139 KB]
3. Termin: Kabinensimulator der LH-Citiyline in München, 05.12.2014
4. Termin: DFS, Langen - angefragt
5. Termin: Seenotrettungs-Simulator Bremen, 22.04.2015
6. Termin: 22.10.2015 Essen

Workshop "Entscheiden in komplexen Einsatzlagen"

am 30.10.2014 an der Universität Köln.

Komplexe Einsätze im Rettungsdienst verlangen häufig schwerwiegende Entscheidungen unter Zeitdruck und Unsicherheit. Werden solche Entscheidungen im Rettungsdienst eher rational getroffen oder verlassen sich Retter eher auf ihr Bauchgefühl? Welche der Entscheidungsstrategien führt unter welchen Bedingungen eher zum Einsatzerfolg? Spielen persönliche Präferenzen für eine bestimmte Entscheidungsstrategie im Einsatz eine Rolle?
Anhand von Einsätzen der Seenotrettung untersuchen Mitarbeiter der Universität zu Köln und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) im Rahmen des Forschungsprojekts „Entscheidungsfindung in komplexen Einsatzlagen (EIKE)“ diese und andere Fragen. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt vereint qualitative, quantitative und experimentelle Forschungsansätze.

Im Workshop werden Projektmitarbeiter die im Projekt gewonnenen Ergebnisse vorstellen und zusammen mit den Workshopteilnehmern deren praktische Relevanz diskutieren. Entscheidungshilfen anderer Bereiche werden ergänzend vorgestellt. Ziel des Workshops ist die Entwicklung von Ansätzen einer Entscheidungshilfe für den Rettungsdienst.

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